Ausgangssituation
Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für ein
Unternehmen ist die kontinuierliche Verbesserung aller
Unternehmensprozesse. Es gibt nur wenige Unternehmen, die diesen
Erfolgsfaktor zur Chefsache gemacht haben. Wenn die Geschäfte
gut laufen, spielt kontinuierliche Verbesserung eine
unwesentliche Rolle, wenn sie schlecht laufen redet man lieber
von Kostenreduktion, Restrukturierung. Kontinuierliche
Verbesserung ist ein Instrumentarium für Produktionsprozesse;
eine weit verbreitete Meinung.
Meine Erfahrungen als Management Berater für Organisation
und IT sind zu diesem Thema differenzierter.
Ich kann auf 18 Jahre Managementberatung bei Roland Berger ,
PWC und freiberuflich zurückblicken. Kostenreduzierung um jeden
Preis, Einführung von Standardsoftware als Allheilmittel für
Effizienzsteigerung. Die Spanne der Massnahmen ist
breitgefächert. Die Gründe für die Einleitung von Massnahmen
sind nicht minder vielfältig. Kurz gesagt, es lag eine
Fehleinschätzung vor die der Unternehmensentwicklung nicht gut
getan hat, auch im vermeintlich positiven Sinn, wenn die
Organisation mit dem Unternehmenswachstum nicht schritt halten
konnte.
Vorgehen
4 Schritte führen zum Erfolg
- Schritt: Festlegung des Prozess Owners. Kurz: wer hat ein
gesteigertes Interesse, dass der Prozess durchgeführt wird
? Wer ist Sponsor des Prozesses? Ein Organigramm ist oftmals
nicht aussagefähig.
- Schritt: Visualisierung des Prozesses. Dient dem
allgemeinen Verständnis und der Abgrenzung zu anderen
Prozessen. Notwendig, damit alle Entscheidungsträger ein
einheitliches Grundverständnis erlangen.
- Schritt: Erkennen oder festlegen der Funktionen die den
Prozess regeln. Dient der Festlegung für Stellgrössen zur
Prozessoptimierung.
- Kosten- / Nutzenanalyse. Dient der Entscheidung, mit
welcher Intensität der Prozess weiter zu betrachten ist.
Das vorgestellte Verfahren erscheint trivial. Aber kaum ein
Unternehmen verfolgt diesen Erfolgsfaktor permanent. Will
heissen, in wohl definierten Zeitintervallen.
Liegt es an den Kosten, an fehlender Zeit die durch das
Tagesgeschäft absorbiert wird, an der Betriebsblindheit der
Mitarbeiter, an der Unternehmenssituation? Die Frage ist
individuell zu entscheiden.
Es gibt schon eine geringe Anzahl von Unternehmen, die
versuchen über ein Frühwarnsystem die Markschwankungen zu
erkennen. Gut so. Die nächste Frage bleibt oft offen, bei
welchen Unternehmensprozessen kann effizient gegengesteuert
werden.
Mangelnde Transparenz von Unternehmensprozessen führt oft
bei angespannten Unternehmenssituationen zur Anwendung der
Rasemähermethode.
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